Technik mit
Haltung.
Ich bin Christin Löhner, IT-Beraterin, Fullstack-Entwicklerin und Linux-Administratorin aus Sulz am Neckar. Seit über 25 Jahren ist Technik mein Beruf. Seit 1998 ist Linux mein Betriebssystem. Und seit ich denken kann, interessiert mich die Frage, wem unsere digitale Infrastruktur eigentlich gehört.
25 Jahre IT. Kein Umweg.
Ich habe nicht Informatik studiert und bin dann in die IT gerutscht. Ich war von Anfang an dort. Schon in den späten 1990er-Jahren habe ich Webseiten gebaut, Server konfiguriert und PHP-Anwendungen entwickelt, zu einer Zeit, als das World Wide Web noch nach Neuheit roch und die meisten Menschen nicht wussten, was ein Webserver ist. Aus dieser Leidenschaft wurde Beruf, und aus dem Beruf wurden 25 Jahre Erfahrung, die ich heute in konkrete, praktische Hilfe für andere übersetze.
Als Fullstack-Webentwicklerin und Linux-Systemadministratorin kenne ich beide Seiten der Technik: die sichtbare, also das, was Nutzer*innen im Browser sehen, und die unsichtbare, also die Server, Netzwerke und Systeme, auf denen alles läuft. Diese Kombination erlaubt es mir, Probleme vollständig zu durchdenken, statt nur an der Oberfläche zu kratzen. Ich verstehe, warum sich ein System so verhält wie es sich verhält, und nicht nur, wie man es kurzfristig zum Laufen bringt.
Meine Beratung ist deswegen nie ausgedacht oder theoretisch. Sie basiert auf dem, was ich selbst täglich tue: Linux-Systeme aufsetzen und verwalten, Webapplikationen entwickeln, Server absichern, Dienste selbst hosten, Software verstehen und hinterfragen. Ich zeige Menschen, was ich selbst mache, und erkläre, warum ich es so mache.
Linux seit 1998.
Im Jahr 1998 begann ich, die ersten Linux-Distributionen auszuprobieren: SuSE, Red Hat, und was sonst noch verfügbar war. Damals war Linux ein Experimentierfeld, keine stabile Desktopplattform. Der grafische Desktop war hakelig, viele Treiber fehlten, und wer etwas einrichten wollte, las Manuals und lernte das System von innen kennen. Genau das hat mich begeistert.
In den Jahren danach habe ich mich durch die Ökosysteme gearbeitet: Fedora, Debian, Gentoo, Arch Linux und sogar Linux from Scratch, also ein System, das man buchstäblich aus dem Quellcode selbst zusammenbaut, ein Paket nach dem anderen. Das klingt nach Masochismus, ist aber die effektivste Art, zu verstehen, wie ein Betriebssystem wirklich funktioniert. Was passiert beim Booten? Wie funktioniert der Init-Prozess? Warum kommunizieren Prozesse so miteinander, und nicht anders? Diese Fragen haben mich geformt.
Seit mehr als 20 Jahren nutze ich Linux ausschließlich als privates Betriebssystem. Kein Windows, kein macOS. Linux auf dem Desktop, Linux auf den Servern, Linux auf den Entwicklungsmaschinen. Nicht weil ich es mir selbst auferlegte, sondern weil es schlicht das beste System für meine Zwecke ist: stabil, schnell, vollständig kontrollierbar und ohne eine Unternehmens-Agenda, die sich zwischen mich und meine Werkzeuge schiebt.
Was ich gebaut habe.
1999 schrieb ich mit PHP3 das erste APBoard, ein Forumsystem für das damals entstehende soziale Web. Im Jahr 2000 wurde es veröffentlicht und entwickelte sich zu einem Projekt mit eigener Community. Für mich war das die erste praktische Begegnung mit dem Gedanken, Software öffentlich bereitzustellen, nicht um Geld zu verdienen, sondern weil nützliche Werkzeuge geteilt werden sollten.
2011 übernahm ich das Linux Counter Project, eines der ältesten noch laufenden Linux-Projekte überhaupt. Das Projekt wurde 1993 von Harald Tveit Alvestrand gegründet mit dem Ziel, die Verbreitung von Linux weltweit zu dokumentieren. Als es zu verwaisen drohte, übernahm ich es, entwickelte eine neue Website und neue Statistiken rund um die ursprüngliche Datenbank und betrieb das Projekt als linuxcounter.net weiter. Das war kein Auftrag, das war Überzeugungsarbeit mit eigenen Mitteln.
Heute entwickle und betreibe ich FediSuite, eine freie Open-Source-Plattform zur Verwaltung von Fediverse-Accounts. FediSuite ermöglicht das Planen von Beiträgen, das Aufteilen langer Texte in Threads, das Verwalten von Benachrichtigungen und die gleichzeitige Nutzung von mehr als 19 Fediverse-Plattformen, darunter Mastodon, Pixelfed, PeerTube, Misskey und weitere. Die Plattform ist selbst-hostbar, erhält keinerlei Risikokapital und folgt keinem investorengetriebenen Fahrplan. Sie ist das, was ich unter freier Software verstehe: nützlich, transparent, in der Hand der Nutzer*innen.
Parallel dazu betreibe ich eine eigene GitLab-Instanz, einen eigenen Mailserver, Monitoring, Backup-Infrastruktur und weitere Dienste auf eigener Hardware. Nicht für Kund*innen, sondern für mich. Wer anderen bei der digitalen Unabhängigkeit helfen will, sollte sie selbst leben.
Digitale Unabhängigkeit ist kein Luxus.
Wer heute einen Windows-PC nutzt, ein Google-Konto besitzt und Microsoft 365 abonniert hat, hat eine Menge Komfort erkauft, aber auch eine Menge Kontrolle abgegeben. Welche Daten werden gesammelt? Was passiert damit? Was ändert sich, wenn das Unternehmen seine Preise erhöht, seine Bedingungen ändert oder vom Markt verschwindet? Die meisten Menschen wissen es nicht, weil die Abhängigkeit unsichtbar ist.
Unsichtbare Abhängigkeit ist die gefährlichste Art. Sie fühlt sich nach Komfort an, bis sie es nicht mehr tut. Windows 10 ist abgekündigt. Microsoft 365 wird seit 2025 regelmäßig teurer. Windows 11 fotografiert mit Recall alle fünf Sekunden den Bildschirm. Diese Entwicklungen kommen nicht aus dem Nichts: sie sind das natürliche Ergebnis eines Systems, in dem ein einziges Unternehmen das Betriebssystem, die Office-Suite, die Cloud, die KI und den App-Store kontrolliert und in dem Nutzer*innen keine wirkliche Alternative haben, wenn sie einmal drin sind.
Linux, freie Software und Self-Hosting sind keine Antwort für Technik-Nerds. Sie sind die einzige strukturelle Antwort auf das Problem. Wer sein Betriebssystem selbst kontrolliert, wer seine Daten auf eigenen Servern speichert, wer Software nutzt, deren Quellcode öffentlich ist, der hat eine echte Alternative. Nicht theoretisch, sondern praktisch.
Das ist meine Überzeugung. Und meine Arbeit besteht darin, diese Überzeugung in konkrete Schritte zu übersetzen, die Menschen und Organisationen wirklich gehen können.
Ich erkläre, was ich tue und warum. Keine Black Boxes, keine Abhängigkeit von meiner Person. Ziel ist immer, dass du selbst verstehst, was auf deinem System passiert.
Freie Software ist Mittel, kein Selbstzweck. Ich empfehle, was wirklich passt. Manchmal ist das die technisch reinste Lösung, manchmal die praktikabelste.
Ich richte keine Systeme ein, die in zwei Jahren auseinanderfallen. Dokumentation, Backup, Monitoring: alles gehört dazu, auch wenn es beim ersten Termin nicht gefragt wurde.
Wenn etwas nicht funktioniert oder nicht zu dir passt, sage ich es. Ich verkaufe keine Lösungen, die ich nicht selbst vertreten kann.
zu Linux
in 12 Kapiteln
366 Seiten für den Absprung von Windows.
Im Februar 2025 erschien mein Buch "Von Windows zu Linux in 12 Kapiteln" im BoD-Verlag, 366 Seiten, erhältlich als Taschenbuch und E-Book. Es ist kein Schnellkurs und keine Befehlszeilen-Sammlung. Es ist ein durchdachter Wegbegleiter für Menschen, die wirklich verstehen wollen, warum und wie der Wechsel funktioniert.
Das Buch erklärt die philosophischen Grundlagen freier Software genauso wie die praktischen Schritte: Distribution wählen, System installieren, Daten übertragen, Drucker einrichten, Gaming auf Linux, die wichtigsten Terminal-Techniken für den Alltag und die Frage, wie man ein Linux-System langfristig stabil und sicher hält. Gamern zeige ich, wie sie wechseln können, ohne auf ihre Lieblingsspiele zu verzichten. Skeptikern erkläre ich, welche Windows-Programme sich unter Linux weiterbetreiben lassen und wo echte Einschränkungen bestehen.
Ich habe das Buch geschrieben, weil es das Buch ist, das ich 1998 gebraucht hätte: eines, das nicht nur zeigt, wie man etwas macht, sondern auch, warum es sich lohnt. Und eines, das ehrlich ist über das, was Linux kann und was nicht.
Was ich über die Jahre gebaut und betrieben habe.
APBoard
Eines der ersten deutschsprachigen PHP-Forumsysteme. Mit PHP3 entwickelt, im Jahr 2000 veröffentlicht, über Jahre von einer aktiven Community weiterentwickelt. APBoard war für mich das erste Projekt, das mir zeigte, wie freie Software funktioniert: Man veröffentlicht etwas, andere verbessern es, alle profitieren davon. Das Prinzip hat mich nie losgelassen.
Webentwicklung für Vereine, Firmen und Kund*innen
Seit meinen Anfängen in der Webentwicklung habe ich Dutzende von Projekten für Vereine, Unternehmen und Privatpersonen umgesetzt. Die technische Bandbreite reicht von handgeschriebenem PHP 3 in den frühen 2000er-Jahren bis zu modernem PHP 8, von Symfony 2 und Laravel über klassische CMS-Systeme wie WordPress, Contao und TYPO3 bis hin zu modernen Static-Site-Generatoren wie Astro. Jedes dieser Werkzeuge hat seinen Platz: manchmal ist ein bewährtes CMS die richtige Wahl, manchmal ein schlankes statisches Setup, manchmal ein vollständiges Framework. Was zählt, ist nicht die Technologie, sondern ob das Ergebnis langfristig wartbar ist und zum Projekt passt.
Linux Counter Project
Das Linux Counter Project wurde 1993 gegründet mit dem Ziel, die weltweite Verbreitung von Linux zu dokumentieren. Als das Projekt zu verwaisen drohte, übernahm ich es. Ich entwickelte eine neue Website, neue Statistiken und einen neuen Datenbankimport rund um die ursprüngliche Datenbank und betrieb linuxcounter.net weiter. Ein Stück Linux-Geschichte, das es verdiente, am Leben zu bleiben.
lsbt.me: Deutschlands größte LGBT*-Mastodon-Instanz
Seit 2022 betreibe ich unter lsbt.me Deutschlands größte und erfolgreichste Mastodon-Instanz für LGBT*-Personen und Allies. Die Instanz läuft auf einem Fork des freien, dezentralen Microblogging-Netzwerks Mastodon, konkret auf glitch-soc, einer Community-gepflegten Variante mit erweiterten Funktionen. Dazu gehört die Webseite unter www.lsbt.me als öffentliches Gesicht der Community. Alles vollständig selbst gehostet, selbst administriert, selbst finanziert. Kein Algorithmus, kein Werbedruck, keine Datenweitergabe an Dritte.
FediSuite
FediSuite ist eine freie, quelloffene Plattform für die Verwaltung von Fediverse-Accounts. Sie unterstützt mehr als 19 Plattformen, darunter Mastodon, Pixelfed, PeerTube und Misskey, und bietet Funktionen für das Planen von Beiträgen, das Aufteilen von Langtext in Threads und die übergreifende Benachrichtigungsverwaltung. FediSuite ist selbst-hostbar, kein Venture Capital, kein Growth Team, kein algorithmischer Druck. Entwickelt, betrieben und gepflegt von mir allein.
Eigene Infrastruktur
Ich betreibe meine gesamte digitale Infrastruktur selbst: GitLab-Instanz, Mailserver, Monitoring, Container-Plattform mit Traefik, Backup-Systeme, Versionskontrolle. Wer anderen bei der digitalen Unabhängigkeit helfen will, sollte sie selbst leben. Das ist keine Selbstdarstellung, sondern die Grundlage dafür, dass meine Empfehlungen aus eigener Praxis kommen und nicht aus Theorie.
Kein Ticketsystem, keine Black Box.
IT-Beratung kann vieles bedeuten. In vielen Unternehmen ist sie eine Kombination aus vorkonfigurierten Paketen, ausgelagerten Supporthotlines und Verträgen, die mehr Abhängigkeit schaffen als lösen. Das ist nicht, was ich mache.
Ich arbeite direkt: Du beschreibst, was dich beschäftigt, was du vorhast oder wo etwas nicht so funktioniert, wie es sollte. Ich analysiere das Problem, erkläre, was ich sehe, und mache einen konkreten Vorschlag. Kein Kauderwelsch, keine unnötige Komplexität. Wenn etwas zehn Minuten dauert, sage ich das. Wenn es zwei Tage dauert, sage ich das auch.
Ich bin erreichbar. Nicht über ein Ticketsystem mit 48-Stunden-Reaktionszeit, sondern per E-Mail, direkt. Und ich erkläre, was ich tue, damit du nach dem Termin nicht blindlings abhängig von mir bist, sondern dein System selbst verstehst.
Fernwartung und Vor-Ort-Beratung ergänzen sich je nach Aufgabe. Für viele Aufgaben reicht eine Remote-Verbindung vollständig aus. Für die Einrichtung eines neuen Systems, den begleiteten Umstieg oder die Schulung am eigenen Rechner ist ein persönlicher Termin besser.
Kostenlos, unverbindlich, 30 Minuten. Du beschreibst deine Situation, ich höre zu und sage, ob und wie ich helfen kann.
In der Regel am selben Werktag. Keine automatischen Antworten, kein Ticket-Tracking.
Möglich für viele Aufgaben. Ich richte von Anfang an eine sichere Verbindungsmöglichkeit ein.
Sulz am Neckar und Umgebung. Remote für alle anderen Regionen.
Schreib mir.
Kein Formular, keine Pflichtfelder. Eine E-Mail mit einer kurzen Beschreibung dessen, was dich beschäftigt, reicht vollständig. Ich antworte in der Regel am selben Werktag und sage dir direkt, ob ich helfen kann und wie.
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